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Gedanken zur Flüchtlingskrise in Deutschland

Flüchtlingskrise in Deutschland

Die Berichterstattung in den Nachrichten zur Flüchtlingskrise ist mal so und mal so. Ich weiß jedenfalls nicht mehr, was stimmt und was ich hierzu oder dazu glauben soll und kann. Keiner hat mehr einen Überblick und keiner weiß genau, wo und wie es enden wird. Kein Mensch kennt die Wahrheit hinter der Fassade, auch wenn mancher glaubt, sie zu kennen.

Als ich neulich über all dies nachdachte und sich Ängste und Unbehagen breit gemacht haben, hat mir Jesus sehr stark etwas in Erinnerung gerufen:

Mein eigenes Erlebnis als ich gläubig geworden bin und voller Liebe am liebsten die Menschen in der Fußgängerzone in Osnabrück umarmt hätte. Ich hatte mich bekehrt und Jesus mein Leben übergeben. Ich wurde von Neuem geboren und der Heilige Geist kam über mich. Ich war ganz und gar durchflutet von Gottes Liebe. Jede Zelle war mit SEINER Liebe durchtränkt. In dieser Zeit musste ich nach Osnabrück und stand da in der Fußgängerzone wie ein „Außerirdischer“. Ich sah die vielen Menschen und hätte jeden einzelnen am Liebsten in den Arm genommen. Und dort in der Fußgängerzone waren alle möglichen, unterschiedlichen Menschen. Sicherlich waren im Fußgängerstrom Atheisten, Muslime, Hinduisten, Esoteriker, Christen unterschiedlicher Konfessionen und aus unterschiedlichen Gemeindeformen. Menschen unterschiedlicher Hautfarbe, Punker, Rocker, Drogenabhängige, Diebe, Prostituierte, Glücksspieler und vieles mehr! Aber all das spielte gar keine Rolle! Diese Liebe war für alle da!

Das ist die Liebe mit denen Jesus jedem Menschen begegnen möchte. Ich muss zugeben das dies Erlebnis schon 13 Jahre zurückliegt und dieser extreme Zustand der Liebe damals so ungefähr eine Woche anhielt.

Jeder, der Jesus als seinen HERRN angenommen hat und von neuem geboren ist, kennt diesen Wendepunkt in seinem Leben. Die Taufe im Heiligen Geist.

Jesus begegnet uns meist nicht, wenn wir ein Vorzeigeleben mit einer reinen Weste haben. Sondern wenn wir noch voll von Sünde sind. Jesus begegnet uns meist nicht auf dem Höhepunkt sondern am Tiefpunkt des Abgrundes unseres Lebens. Wenn dir der lebendige Gott begegnet, wirst du durchflutet von solch einer starken Liebe und solch einem starken Frieden. Man kann dies weder in Worte fassen, noch beschreiben.

Falls du schon bekehrt bist, erinnere dich bitte wieder daran, aus welcher Dunkelheit dich der HERR gezogen hat!

Ich jedenfalls will mich an einen Bibelvers in dieser Flüchtlingskrise erinnern, der ausgerechnet auch noch die Jahreslosung 2015 ist! Die Jahreslosung wird übrigens von der ökumenischen Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen ausgewählt und soll uns Christen als Leitvers für das ganze Jahr dienen.

Bei der Auswahl spielt weder die aktuelle politische noch gesellschaftliche Situation eine Rolle, ganz einfach deshalb, weil die Auswahl vier Jahre im Voraus stattfindet. Und kein Mensch weiß, was in vier Jahren sein wird! Aber Jesus hat gewusst, was auf uns in diesem Jahr zukommt, als er ausgerechnet diesen Vers vier Jahre im Voraus auswählen lies!:

Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob.

Römer 15,7 (E)

Lasst uns die Menschen annehmen, wie Christus uns angenommen hat. Jeden! Bedingungslos! Ob perfekt oder unperfekt! Vollkommen oder unvollkommen! Andersgläubige und Menschen aller Hautfarben.

Nein, ich habe auch keine Lösung für diese Flüchtlingskrise aber ich kenne denjenigen, der die Lösung hat. Ich kenne Jesus. Ich kenne die Worte Jesu, an die ich mich immerzu in dieser Krise erinnern möchte. Vor allem dann, wenn mir unbehaglich wird, weil niemand genau weiß, wer genau sich noch so alles unter den Flüchtlingsstrom gemischt hat. Vielleicht könnte unter den vielen Flüchtlingen, die wirklich unserer Hilfe bedürfen, auch der ein oder andere radikale Islamist heimlich mit ins Land gekommen sein? Die sind ja bekanntlich den Christen und Juden ganz und gar nicht wohlgesonnen.

Was ist denn dann mein Auftrag als Christ? Jesus hat dazu klare Worte:

Liebt euere Feinde und betet für die, die euch verfolgen,…

Matthäus 5,44-45 (ELB)

Dies sind nicht nur leere Worthülsen sondern ein klarer Befehl an seine Jünger. Sollten unter den Neuankömmlingen Menschen sein, die uns Christen hassen, so sollen wir Ihnen mit Liebe begegnen. Wir sollen unsere Feinde lieben! Dies ist keine schöne Rede sondern ein Auftrag Jesu an uns!

Und eigentlich ist uns auch dies einleuchtend:

Wenn du Hass säst, wirst du Hass ernten. Wenn du Liebe säst, wirst du Liebe ernten.

Ich denke wir Christen sind mehr denn je gefordert zu zeigen, wie unser HERR und Erlöser Jesus Christus denkt. Wir Christen sind mehr denn je gefordert Worte des Segens über diese Angelegenheit der Flüchtlingskrise, wie sie ja nun mal genannt wird, zu sprechen und nicht in das gleiche Horn zu blasen wie die Welt. Wir sollen beten anstatt jammern. Wir sollen segnen anstatt fluchen. Wir sollen lieben anstatt hassen.

Ja, wir wissen nicht wie alles ausgehen wird. Vielleicht müssen wir unsere Komfortzonen verlassen, auch einige Ungerechtigkeit oder gar Verfolgung dabei ertragen.

Aber nichtsdestotrotz ist es unsere Pflicht Jesus Christus hier als SEINE Botschafter zu vertreten. Und zwar so wie Jesus es uns aufgetragen hat. In all seiner Wahrheit und vor allem in all SEINER Liebe.

Ich bete dafür, dass wir diese Flüchtlingskrise aus der Perspektive Gottes betrachten können. Dass wir in vielleicht zunehmenden chaotischen und nicht kontrollierbaren Zuständen, Ruhe und Frieden in unsere Herzen bekommen. Dass Ängste und Zweifel vergehen und an Stelle dessen die Wahrheit Jesu in uns besteht. Das was in seinem Wort, der Bibel steht. Und dass wir jeden einzelnen Menschen mit des Schöpfers Augen sehen.

Zu richten ist nicht unsere Aufgabe sondern Gottes, vergiss dass nie!

Die Liebe bricht alle Dämme und überwindet alle Mauern. Ich möchte hier meine Worte mit 1. Korinther 13,7-8 zum Ende bringen. Es geht hier um die Liebe:

sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie erduldet alles. Die Liebe vergeht niemals;

1. Korinther 13,7-8 (ELB)

Heiliger Geist kommt jetzt über uns, über jeden einzelnen, der dies hört und gieße die Liebe Gottes in unsere Herzen. Komm Heiliger Geist. Komm. Wir brauchen dich Heiliger Geist! Deutschland braucht dich! Komm Heiliger Geist, komm und weh und entzünde in uns dein heiliges Feuer.

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Diesen Text findest du auch als Video zum Verschicken unter diesem Link:

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